Wie ist das Projekt entstanden und warum ist es so erfolgreich?

Die Idee entstand während meiner Zivildienstzeit in einem Seniorenheim. Wir haben damals mit Künstlern, Bewohnern und Angehörigen großformatige Gemeinschaftsbilder gemalt – wochenlang und mit viel Geduld. Danach wurden sie an verschiedenen Orten ausgestellt. Das hat mich so fasziniert, dass die Idee zu einem Projekt geformt wurde und sich immer weiterentwickelt hat: gruppenübergreifend in Einrichtungen (Schulen, Kitas , ASZs, Vereine, Firmen etc.), Einrichtungen und Bewohner in ganzen Stadtteilen und schließlich stadtteilübergreifend in ganz München. Heute kommen die Menschen aus ganz Bayern. Die Idee funktioniert im Kleinen genauso wie als Großprojekt. Mittlerweile bieten wir auch Kurse für Kinder und Erwachsene an. So konnten wir bis jetzt ca. 10000 Teilnehmer begrüßen.
Wir wussten schon, dass es viel Arbeit und Überzeugung braucht, Menschen an die Hand zu nehmen, zu motivieren und von den Ablenkungen des Alltags wegzureißen. Aber wir wussten auch, dass es einen großen Bedarf an Events dieser Art gibt.
So war das Projekt von Beginn an erfolgreich und das hat mehrere Gründe:
einfach gesagt, weil es bei uns keine Zwänge gibt, wir im Wortsinn inklusiv jeden willkommen heißen und keine Beurteilung von guter und schlechter Kunst machen.  Schlechte Bewertungen sind  Spaßkiller und verhindert Kreativität, wir setzen auf konstriktive Impulse. Wir begleiten die Maler*innen vom leeren Blatt bis zur Ausstellung, individuell und unaufdringlich; außerdem schätzen viele die Geselligkeit in der Gruppe, sozusagen „Kritzeln mit Klatsch“. Bei der Vernissage, wenn alle Bilder gezeigt werden, dann ist der Stolz und die Freude spürbar.
Wir sind auch über Ostern hinaus das ganze Jahr mit den Leuten im Viertel verbunden, geben persönlich Mal- und Zeichentipps oder bieten Kinder- und Erwachsenenkurse an